Rueckschau Ausflug im Oktober nach Alsfeld

 

Mitte Oktober 2008 haben wir eine Fahrt mit der Bahn nach Alsfeld, einer malerischen Fachwerkstadt im Vogelsberg, unternommen.
Über 400 Fachwerkhäuser bilden den Kern der Stadt. Sie liegt an der Deutschen Fachwerkstraße und der Deutschen Märchenstraße.
Vom Bahnhof führte unser Weg in die Innenstadt zum Marktplatz. Hier erwartete uns eine Stadtführerin um uns die größte Stadt des Vogelberges zu zeigen. Der Rundgang startete am Rathaus, eines der bedeutendsten deutschen Fachwerk-Rathäuser. Ein früher Rähmbau mit starken Hölzern, vorstehenden Balkenköpfen und gekrümmten Eckstreben auf steinernem spätgotischen Unterbau (1512 – 1516). Das Erdgeschoss wurde einst als Markhalle genutzt. An der linken Ecke befindet sich noch die „Alsfelder Elle“. Diese Elle war das Maß für den Handel auf dem Markt. Zwei gerade anwesende Marktweiber haben uns in einer kleinen Szene gezeigt, wie wichtig diese Elle war. Sie führten uns das „Alsfelder Marktgezänk“ vor. Ein Streit, der entbrennt, wenn beim Abmessen der Tuchlänge die Elle falsch benutzt wird.
Dann war das Hochzeitshaus an der Reihe. Eines der wenigen Steingebäude der Stadt, das 1564 – 1571 durch Hans Meurer als städtisches Tanz- und Festhaus in Formen der Renaissance erbaut wurde.
Weiter wanderten wir zum Grabbrunnen, einem idyllischen Plätzchen, umgeben von Fachwerkhäusern und mit einem alten, neu gestalteten Brunnenbecken, in Erinnerung an die Sage, dass aus ihm die neugeborenen Kinder geholt werden.
Die Walpurgiskirche konnten wir von außen und von innen bestaunen. Begonnen wurde der Bau der Hallenkirche in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Sie ist die Hauptkirche der Stadt. Der ursprüngliche Turm stürzte 1394 ein, wurde wieder neu errichtet und erst 1543 vollendet. 1836 hat man ihn um ein Geschoss gekürzt. Im Jahre 1963 schufen Charles Crodel und der Architekt Theo Kellner die prägende Gesamtverglasung des Kirchenraumes.
Wir kamen vorbei am Märchenhaus und dem Neurath Haus. Ein mächtiges, viergeschossiges Patrizierhaus mit reichem Fachwerk und Renaissance – Haustür, nach hessischer Art, mit Ober- und Untertür.
Nach anderthalb Stunden war die Führung zu Ende und Hunger und Durst mussten noch gestillt werden.
Im Gasthaus „Kartoffelsack“ hatten wir, vor der Heimfahrt, den Tag ausklingen lassen.



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  Einführung in Alsfeld   Das Alsfelder Rathaus   Alsfelder Elle

 

  Marktgezänk   Märchenhaus in Alsfeld   Alsfeld

 

  Fachwerkhaus

 

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