Der Stadt Büdingen in der Wetterau haben wir im November einen Besuch abgestattet. Mit dem Zug, nach einer Fahrt von einer Stunde, erreichten wir die Stadt.
Am Bahnhof wurden wir schon zu einer Altstadtführung erwartet.
Büdingen ist angesiedelt um eine staufische Wasserburg aus der Zeit des Kaisers Friedrich Barbarossa. Die Wasserburg ist seit 1258 bewohnt von der Familie der Fürsten zu Ysenburg und Büdingen, die hier ihre Residenz haben.
Diese Stadt gehört heute zu den besterhaltenen mittelalterlichen Stadtanlagen Deutschlands. Winkelige Gassen, malerische Giebel, Wehranlagen, Türme und Erker geben ein aufregendes Gesamtbild darüber, wie sich die Stadt viele Generationen früher präsentierte.
Das Jerusalemer Tor – Wahrzeichen der Stadt – ist das einzige noch erhaltene der drei Tore der Büdinger Stadtbefestigung aus der Zeit um 1500.
Nach diesem Ausflug in die Geschichte war es Zeit für eine gemütliche Mittagspause. In einem Restaurant in der Altstadt haben wir etwas über eine Stunde gesessen.
Am Nachmittag nun, stand ein Museumsbesuch auf dem Programm.
Ein erfolgreiches Nebeneinander von Mittelalter und Musikbox – dies zu entdecken ist eigentlich nur im geschichtsträchtigen Büdingen möglich.
Hier, inmitten der wunderschönen Altstadt, lädt das 50er-Jahre-Museum in traditionsreichem Ambiente zu einem Bummel durch das Lebensgefühl und die Wohnkultur der 50er-Jahre ein. Für uns präsentierte sich ein farbiges wie irritierendes Jahrzehnt der damals noch jungen Bundesrepublik. Zum einen war es ein Aha-Erlebnis und zum anderen ein freudiges Wiedererkennen.
Aber auch dieser Tag verging viel zu schnell. Denn die Bahn wartete nicht und so fuhren wir am frühen Abend mit dem Zug wieder nach Gießen zurück.