Reisebericht aus dem Neandertal

 

Früh am Vormittag starteten wir mit dem Bus zu einer Fahrt in die Ursprungszeit der Menschheit. Das Tal der Düssel - zwischen Düsseldorf und Mettmann - war das Ziel.
Früher war das Neandertal eine wilde, etwa 50 Meter tiefe, enge Schlucht. Seit dem 18. Jahrhundert tauchte sie unter der Bezeichnung Hundsklipp oder Gesteins regelmäßig in Reiseberichten auf.
Die enge Düsselklamm mit neun Höhlen und zwei Wasserfällen war ein landschaftliches Kleinod, das in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts von Künstlern der Düsseldorfer Malerschule in über 150 Arbeiten festgehalten wurde. Die Kleine Feldhofer Grotte hütete über 40.000 Jahre lang unbemerkt die Knochen des Neandertalers. Erst mit der Zerstörung der Felsen durch den Kalkabbau gelangten die Fossilien 1856 an das Licht der Öffentlichkeit und begründeten den weltweiten Ruhm des Ortes. An diesem historischen Ort steht seit 1996 das Neandertal Museum. Es erzählt die Entwicklungsgeschichte der Menschheit und diese wurde uns mit einer Führung durch das Museum näher gebracht.

Nach dem Museumsbesuch steuerten wir die Düsseldorfer Altstadt an. Hier stand der Besuch eines Japanfestes mit Feuerwerk auf dem Programm. Da dieses erst am Abend stattfinden sollte und wir bis dahin noch Zeit hatten, stand der Nachmittag allen zur freien Verfügung. Um 18.00 Uhr war das Restaurant "Zum Schlüssel" als Treffpunkt vereinbart. Doch kaum in Düsseldorf angekommen, stellte sich heraus, daß das Japanfest und das Feuerwerk wegen des schlechten Wetters abgesagt worden war. So blieb es bei dem freien Nachmittag und dem gemeinsamen Abendessen im Restaurant. Etwa um 20.00 Uhr, zwei Stunden früher als geplant, sind wir wieder zurück nach Gießen gefahren.

 

  Die Führung durch die Jahrtausende   Höhlenmalerei

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